Schrader Wappen

Familienverband Schrader
Eingetragener Verein von 1920

www.familienverband-schrader.de
Vorsitzender: Pastor Harald Schrader, Kiel



Der Familienverband

Der Verband wurde 1920 in Berlin von Angehörigen verschiedener Schrader-Familien gegründet und verfolgt seitdem drei Ziele:

1. Familienforschung anzuregen und zu unterstützen,

2. die Resultate zu dokumentieren und weiterzugeben und

3. Geselligkeit und Zusammengehörigkeit zu fördern.

Die Ergebnisse der genealogischen Forschung werden seit über 85 Jahren in den jährlichen Veröffentlichungen präsentiert und im Verbandsarchiv gesammelt. Auf über 3000 Druckseiten sind u.a. etwa 100 Familien dokumentiert.

Alljährlich im Frühherbst findet ein "Familientag" statt - an immer wechselnden, sehenswerten Tagungsorten. Diese Treffen bieten den Mitgliedern und interessierten Gästen neben Ortsbesichtigungen und Ausflügen, Fachvorträge und reichlich Gelegenheit zu Gesprächen in geselliger Runde. Die Familientage erfreuen sich wachsender Beliebtheit und haben die Kenntnisse z.B. über das "Schradergebiet" bereichert.

Gegenwärtig zählt der Verband etwa 140 Mitglieder aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Österreich, der Schweiz, Südafrika und den USA. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommem und aufgerufen, die Ziele des Verbandes zu fördern. Der Jahresbeitrag beträgt 20 Euro, für jedes weitere Mitglied der Familie 10 Euro.

Der für jeweils fünf Jahre gewählte Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem Stellvertreter und Schriftführer, dem Schatzmeister, dem Heroldsmeister und dem Archivar.

Woher kommt der Name "Schrader"?

Der Familienname wird zurückgeführt auf das Stammwort "scrot", alt-hochdeutsch "scrotan", mittelhochdeutsch "schroten, schroden" und auch "schraden" = hauen, schneiden, zerkleinern. Diese Begriffe weisen auf mehrere Berufsgruppen hin: Schneider, Zimmerleute, Bauern, Münzer u.a.; der "Beiname" aus etwa dem 14. Jahrhundert ist somit ein Hinweis auf verschiedene berufliche Tätigkeiten und nicht auf eine gemeinsame Abstammung. Die Schraders sind also von der Herkunft her ebensowenig miteiander verwandt wie die Müllers oder Schmidts.

Ursprünglich trat der Name Schrader am häufigsten in der Region um die Städte Hannover, Kassel und Magdeburg - dem "Schradergebiet" - auf. Unter dem Einfluß von Sprachentwicklung und lokalen Dialekten haben sich örtlich Varianten wie "Schröder, Schroeder, Schröter, Schräder, Schneider oder Schreurs" durchgesetzt, s. Abb.:

Schrader Gebiet




Ursprung und Ausbreitung des Namens Schrader

Die Familienforschung sucht für die einzelnen Sippen Stammreihen oder Stammbäume aufzustellen. Eine so beschriebene Familie wird dann nach dem Geburts- bzw. Wohnort des ältesten männlichen Vorfahrens benannt, z.B. "Schrader (Goslar)".

Nach Jahrzehnten der Geringschätzung wird die Familie nun in Politik und Gesellschaft offensichtlich wieder höher geschätzt. Gesetzesinitiativen und Förderprogramme machen diesen Wertewandel deutlich und geben unseren Vorfahren recht, die für den Familienverband den Wappenspruch prägten: "Familia roboris radix", übersetzt: In der Familie liegt die Wurzel der Kraft.

Wie erforsche ich die Vorgeschichte meiner Schrader-Familie ?

Die Suche nach den Vorfahren und die Aufstellung einer Stammtafel ist schwieriger als zunächst oft angenommen, da der Name von Berufstätigkeiten abgeleitet ist und verwandtschaftliche Beziehungen zu anderen "Schraders" in der Regel nicht bestehen. Das aussichtsreichste Vorgehen ist immer noch: Mit den vorhandenen Angaben über Eltern, Großeltern und weitere Vorfahren (Geburts- und Sterbeorte, Sterbedaten, Berufstätigkeiten, Ämter und Aktivitäten in Gemeinden usw.) Schritt für Schritt mögliche Quellen mit Daten über die Vorfahren an deren Lebensorten ausfindig zu machen und auszuwerten. Diese Quellen sind in erster Linie Kirchenbücher, Innungsbücher, Verträge aller Art. Die alten Schriftstücke sind in aller Regel nicht digitalisiert. Deshalb wird im Einzelfall die Suche im Internet nicht weiterhelfen können. Zu empfehlen ist insbesondere das Aufsuchen und Befragen einschlägiger Archive. Die Suche ist oft mühsam und langwierig; zugleich aber auch anregend und häufig erfreulich, weil auf diese Weise über die gesuchten Antworten hinaus der Wissenshorizont etwa über landesgeschichtliche Zusammenhänge erweitert wird. Hilfestellung bietet der "Familienverband Schrader e.V." von 1920 an.

Eine Anmerkung für Weltenbummler: Seit dem 19. Jh. gibt es weltweit Ortsbezeichnungen nach "Schrader", u. a.: "Pic Schrader" (3174 m, franz. Pyrenäen), "Schrader Mount" (2052 m) und "Schrader Range" (beide Neu Guinea), "Lake Schrader"(Franklin Mountains, Alaska) und "Schrader Creek" (Pennsylvania, USA).